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Zeittafel zur Geschichte der Stadt Sonthofen...
 
   
     
Zeittafel
Erläuterung zu den Sonthofer Wappen
Historische Aufnahmen
"Postgeschichte" Sonthofens
(externer Link)
Bahnhofstrasse um 1893
Sonthofer Bahnhofstrasse um 1893
     
     
   
     
Vor der Zeitenwende
Sonthofer Schlüssel
Funde bezeugen, daß Menschen in unser Gebiet vorgedrungen sind: Pfeilspitze aus Hornstein (Steinzeit 7. - 2. Jahrtausend v. Chr.), Bronzeschwerter aus dem Iller-Ostrach-Schotter und bronzezeitlicher Prügelweg im Agathazeller Moor (Bronzezeit 2. Jahrtausend - 800 v.Chr.) u.a.m. Die Funde sind im Heimathaus Sonthofen zu sehen.
Fliehburg Entschenburg oberhalb Sonthofen / Walten der rätischen Urbevölkerung.
Um 250
Der römische Kaiser Decius läßt eine von den Alamannen weniger bedrohte Straße im rätischen Hinterland vom Brenner über Ehrwald, Gaichtpaß durch das Gebiet des heutigen Sonthofen Richtung Konstanzertal, Bregenz, bauen - die Via Decia.
7. Jhdt.
Besiedlung durch die Alamannen; Gräberfunde westlich vom Heimathaus und in Altstädten.
13.10.839
Erste urkundliche Erwähnung im oberen Illertal von "Nordhovun in Albegauge". Eine Isanbirg schenkt 3 "Jauchert" Acker an das Kloster St. Gallen. "Nordhofen" gilt als das später aufgegangene Gegenstück zu "Südhofen".
1122
Schenkung des Edlen Aribo und seiner Gemahlin Mathild von Wertingen an das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen betreffend deren Allodialgut, von Kaiser Konrad III. unter dem Namen "Sunthoven" dem Kloster bestätigt. Das Wort "sunt" in der Ortsbezeichnung wurde verdrängt durch das Wort "Süd" - aus "Sunthoven" wurde "Sonthofen".
1335 -1361
Allmähliche Bildung bischöflich-augsburgischen Besitzes durch Ankauf ehemaligen Reichsgutes aus den Händen des Tölzner von Schellenberg, Otto Truchseß von Waldburg, Georg von Starkenberg in der Umgebung der Pfarrkirche St. Michael.
1335
Erste urkundliche Erwähnung der auf das 9. Jahrhundert zurückgehenden Urpfarrei St. Michael, die die heutigen Pfarreien Tannheim in Tirol (abgetrennt 1377), Hindelang (abgetrennt 1435) und Burgberg (abgetrennt 1803) umfaßte.
21.02.1429
Kaiser Sigismund erhebt Sonthofen zum Markt; Verleihung des Rechtes zur Abhaltung von Jahr- und Wochenmärkten sowie zur Ausübung des Blutbannes (Gerichtsbarkeit) - Stock und Galgen.
1477
Verkauf des 1361 erbauten Schlosses Fluhenstein mit der ganzen Herrschaft der Herren von Heimenhofen an den Bischof von Augsburg; 1478 Huldigung der Heimenhofer Hintersassen in der Ratsstube (jetzt altes Schul- und Rathaus in der Marktstraße) vor den bischöflichen Kommissaren.
1479
Verkauf des klösterlichen Meierhofes am Abhang des Schönenpichls (jetzt Kalvarienberg) mit zugehörigen Huben und dem Baudingrecht an Graf Hug von Montfort.
1496/1497
Domherr Konrad Wenger begründet Spital und Benefizium in Sonthofen.
14.02.1525
Tagung der gesamten aufständigen Bauern des Allgäus in Sonthofen vor dem Grafen Wolf von Montfort. Als "Sonthofer Tag" ging dieser Auftakt zum Bauernkrieg in die Geschichte ein. Stellung von 5000 Mann im Bauernkrieg, dem sogenannten "Sonthofer Haufen".
1540
Fehde des Jörg Schnaiter gegen den Bischof von Augsburg. Brandstiftung, bei der die Pfarrkirche und 16 Häuser vernichtet wurden. 1545 waren bereits 10 Häuser wieder aufgebaut.
1549
Tod des tüchtigen Landamannes der Pflege Rettenberg/Sonthofen, Seneca Nachtrueb (Grabmal in der Pfarrkirche Sonthofen).
1553
Anschluß Sonthofens an die neuerbaute Salzstraße über den Gaichtpaß nach Hall in Tirol. Salztransporte bis Mitte des 19. Jahrhunderts über Sonthofen.
1564
Ende eines über 100-jährigen Streites zwischen den nach Macht strebenden Grafen von Montfort und den Bischöfen von Augsburg. U.a. wollten die Montforter die vom Kaiser an Sonthofen verliehenen Privilegien beschränken.
1632 - 1634
Wiederholte Durchzüge, Plünderungen und Brandschatzungen der Schweden. Pest in Sonthofen.
1661
Passionsspiel in Sonthofen; erster Text aus Hall in Tirol, dort 1574 abgeschrieben. 1724 entsteht ein neuer Text. Ende der Passionsspiele Anfang des 19. Jahrhunderts.
1724 - 1727
Erbauung des neuen Schlosses durch Bischof Alexander Sigismund (später Bezirksamt, 1945 zerstört, Gedenktafel neben dem Polizeigebäude).
1796 - 1801
Französische Revolutionsgruppen im oberen Allgäu, Kämpfe mit Österreichern.
1803
Das Hochstift (Bistum) Augsburg verliert seine Eigenständigkeit und wird bayerisch; damit auch das bischöfliche Pflegamt Sonthofen.
1862
Aus dem Landgericht Sonthofen wird das Bezirksamt.
15. Jhdt- 1863
Erzabbau am Grünten, Eisenschmelze und Verarbeitung im Hüttenwerk Sonthofen (Auflassung der Erzgruben 1859, Hochofen ausgeblasen 1863), heute BHS-Werk.
Die auf die Eisengewinnung zurückgehenden Nagelschmieden als frühere Erwerbsquelle sind durch zwei gekreuzte Nagelschmiedehämmer im Sonthofer Wappen dargestellt.
Ende 18. Jhdt. -
1. Hälfte 19. Jhdt
Durch Einfuhr der Baumwolle war der Leinen-Absatz und der Flachsbau rückläufig und es entstand dadurch eine Notzeit. Drei blaublühende Flachspflanzen als Symbol dieses früheren Erwerbszweiges im Wappen von Sonthofen. König Ludwig I. verlieh das Wappen 1838. 1729 - 1742 noch Leinwandschauen in Sonthofen.
Einführung der gewerblichen Weichkäserei durch Karl Hirnbein
(1807 - 1871), dem Erbauer des Grüntenhauses und Pionier des Fremdenverkehrs (siehe hierzu Roman "Der Notwender" aus der Allgäu-Trilogie von Peter Dörfler).Johann Althaus aus dem Emmental in der Schweiz (geb. 1798) bringt die Emmentaler Käserei ins Allgäu (landw. Anwesen Althaus ist das mit einer Gedenktafel versehene Haus Sonthofen, Bahnhofstraße 16. Althaus lebte hier von 1827 - 1876.)
Die Sonthofer Viehmärkte erlangen internationale Bedeutung. Bis zu 6.500 Stück Vieh wurden aufgetrieben.
1873
Erste Eisenbahn von Immenstadt nach Sonthofen, 1888 Weiterführung bis Oberstdorf, 1905 erste Omnibusverbindung nach Hindelang als zweite Linie in Bayern.
1914 - 1918
und ab 1935
Sonthofen wird Garnison.
ab 1935
Bau der "Burg"; bevölkerungsmäßiger und wirtschaftlicher Aufschwung im besonderen in den Jahren nach 1950;Unterbrechung durch Krieg
1939 - 1945
Fliegerangriffe auf Wohngebiete in Sonthofen, Zerstörung der Pfarrkirche, der Spitalkirche mit Altersheim und zahlreicher Wohn- und Geschäftshäuser, Einmarsch der Franzosen und kurz danach der Amerikaner.
1952
Bezug des neuen (3.) Rathauses
18.08.1963
Verleihung der Bezeichnung "Stadt".
1972
Sonthofen wird Kreisstadt des Landkreises Oberallgäu.
1976
Eingemeindung der Gemeinde Altstädten.
1985
Fertigstellung des neuen (4.) Rathauses.
1991
Technische Inbetriebnahme der Erdgasversorgung.
1995
Beginn des Projektes "Zukunft Sonthofen" - Partizipative Stadtentwicklung.
1996
Fertigstellung und Eröffnung der Fußgängerzone. Einführung des Stadtbusverkehrs.
1996
Gründung der Wirtschaftsförderung Sonthofen GmbH und des Sonthofer Jugendparlamentes.
1998
Übergabe des städt. Krankenhauses an die Kliniken Oberallgäu gGmbH.
1999
Hochwasserkatastrophe mit schweren Schäden.
2000
Einrichtung der Sonthofer Förderstiftung.
2001
2005
Inbetriebnahme des Kur- und Freizeitbades "Wonnemar"
Auszeichnung zur "Alpenstadt des Jahres 2005"
     
     

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