Kunst und Geschichte der Sonthofer Kirchen und Kapellen
Fünf Pfarrkirchen sowie zahlreiche Ortsteilkapellen in reizvoller Umgebung prägen das Stadtbild von Sonthofen. Wer sich die Zeit nimmt, auch das Innere der Gebäude zu erkunden, wird sicherlich manches Kleinod finden, das mehr als nur einen Blick wert ist...
Erbaut 1989 - 1992 im Osten von Sonthofen. |  |
| Mit Pfarrzentrum erbaut 1977/1978 im Ortsteil Rieden. |
Die bis in die Reformationszeit zurückreichende evang.-luth. Glaubensgemeinschaft in Sonthofen wurde 1923 zur selbständigen Pfarrei in Sonthofen. 1911/1912 bereits wurde durch den Bau der Täufer-Johannis-Kirche der Grundstein hierzu gelegt. |  |
| Das ursprüngliche Gebäude der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Altstädten stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, wurde 1733 - 54 umgebaut und mit neuen Altären des Füssener Bildhauers Anton Sturm geweiht. Sehenswert: die "Vierzehn-Nothelfer-Reliefs" im Pfarrhof sowie Werke der bekannten Allgäuer Meister Jörg Lederer und Anton Sturm. |
Die direkt im Ortsteil Berghofen auf einem Hügel gelegene Kapelle St. Leonhard ist schon von weitem sichtbar. Das Innere der Kapelle ist besonders sehenswert durch den kunstvollen Choraltar, der 1438 von Hans Strigel d.Ä. geschaffen wurde. |  |

| Die Kapelle St. Johannes Nepomuk im Ortsteil Binswangen befindet sich direkt im Ortsausgang in Richtung Hindelang. 1741/42 erbaut, birgt sie noch heute sehenswerte Kreuzwegstationen (Ludwig Kaspar Weiß, Immenstadt), Schnitzwerke (Anton-Sturm-Werkstatt) und Gemälde. |
Die Mitte des 15. Jahrhunderts gebaute Kapelle St. Katharina in Imberg, direkt an der in den Ortsteil führende Straße gelegen, ist vor allem durch den Altar mit einer Figur der Muttergottes, die der Nachfolge-Werkstatt Hans Multschers um 1470 zugeschrieben wird, bekannt. |  |

| Im Jahr 1768 fiel der gesamte damalige Ortsteil Oberried (damals 6 Häuser und die Kapelle) einem Brand zum Opfer. Die Häuser wurden wieder aufgebaut, das Dorf aber 1889 endgültig aufgegeben, als die Einwohner durch den Markt Sonthofen andere Wohnstätten im Tal erhielten. Heute erinnert nur noch die "Dreifaltigkeitskapelle" an den damals höchstgelegenen (1.068 m) Ortsteil von Sonthofen. |
Auf der Höhe des Kalvarienberges in der Mitte der Stadt steht eine kleine Kapelle, die 1650 von einigen Bürgern als Zeichen des erwünschten Friedens gebaut und 1924 als Kriegergedächtniskapelle für die Gefallenen des 1. Weltkrieges neu erstellt wurde. Rund um die Kuppe des Kalvarienberges führt von der Kapelle weg bis an den Fuß des Hügels ein Kreuzweg mit mehreren Stationen. |  |
| Bei der Verlegung des alten Friedhofes an der Pfarrkirche St. Michael zum heutigen Gelände wurde 1583 auch eine dem Hl. Sebastian und der Hl. Afra geweihte Friedhofskapelle errichtet. Wenig später mussten dort bereits die Opfer der Pest bestattet werden, wobei in den schlimmsten Pestjahren ab 1629 durch das Massensterben nicht einmal mehr Totenbucheintragungen möglich waren. Nach einer Stiftung wurde die Kapelle 1827 neu gebaut und schließlich Ende der 50-ger Jahre renoviert. Wer die Kapelle besucht, sollte auch nicht an dem kleinen Grabdenkmalmuseum im Mittelgang zwischen dem alten und neuen Teil des Friedhofes vorbeigehen, das sehenswerte Grabdenkmäler aus verschiedenen Epochen zeigt. |
Ende des 15. Jhdt. gründeten Domherr Dr. Conrad Wenger und der Fürstbischof von Augsburg die Spitalstiftung, zu der bis heute noch ein stiftungseigenes Altersheim gehört. Die heutige Spitalkirche, direkt im Stadtkern gelegen und ursprünglich 1499 erbaut, wurde gemeinsam mit dem damaligen Altersheim 1945 ein Opfer der Luftangriffe und schließlich bis 1967 wieder im Urzustand aufgebaut. |  |

| - Kapelle der Hl. Apollonia in Rieden
erbaut 1630, 1938 abgebrochen und weiter östlich 1948 wieder errichtet - "Maria vom guten Rat" in Beilenberg
erbaut 1779 - Kapelle in Hochweiler
erbaut um 1800 - Kirche "St. Martin" in Hinang
erbaut 1686/88 - Kapelle "St. Ludwina" in Hofen
erbaut 1736 - Kapelle "St. Johannes" in Staig
erbaut im späten 18. Jhdt. - Kapelle "St. Leonhard" in Unterried
erbaut um 1840 - Kapelle der Hl. Ursula und des Hl. Wendelin in Winkel erbaut in der 1. Hälfte des 18. Jhdt., 1975 abgebrochen und weiter östlich wieder aufgebaut.
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